hier eine kleine geschichte die noch in den Kinderschuhen steckt.. sie ist noch lange nicht fertig... vllt wird sie das auch nie.. keine ahnung ^^

 

 

Dummheit. Kein anderes Wort würde es besser beschreiben als dieses. Pure Dummheit trieb sie wieder zurück. Und Verlangen. Warum aber dieses Verlangen? Ganz klar, weil sie dumm war und ihr törichtes Herz einfach keine Einsicht zeigte. Es wollte immer und immer wieder, dass sie zurückging. Egal wie sehr sie litt. Egal wie oft sie verletzt würde, wie oft sie weinend zusammensackte und sich sagte: „ Nie wieder“. Ihr Herz aber ließ sie dies nie lange durchhalten. Wie lange hatte es diesmal gedauert bis sie aller Vernunft zum Trotz wieder zurückging? Nicht lange genug wie sie feststellte. Ihr Atem wurde flacher. Was tat sie da eigentlich? Es würde nur wieder von vorne Anfangen. Hoffnungen und Träume. Ein Glauben an das Glück, welches ihr sofort wieder entrissen würde, wenn es sie am schlimmsten treffen würde. Das wusste sie ganz genau, aber sie wollte es nicht wahr haben. Wie so oft sagte sie sich, dass es diesmal anders werden würde. Schnellen Schrittes ging sie weiter, möglichst ohne die andern Menschen anzusehen. Sie fühlte eh schon lange keinen Bezug mehr zu anderen. Manchmal sogar keinen zu ihm, aber das war das kleinste Problem, denn das gehörte zum Alltag. Die Menschen beobachten, wie sie ihr leben lebten und lose Freundschaften knüpften und sich dann hängen ließen. Menschen, die über belanglose Dinge redeten, nichts von Bedeutung. Schon lange nahm sie Abstand zur Welt, und dieser Abstand vergrößerte sich von Tag zu Tag, und das Loch in ihrem Herzen wurde größer. Doch das war egal, denn an diesen Schmerz war sie schon lange gewöhnt. Sie kennt es so, und nicht anders. Denn anders wird man nur verletzt. Wer lebt, leidet. Wer den Menschen, diesen normalen alltäglichen Wesen vertrauen schenkt wird verraten. Es gibt nur ein paar wenige Auserkorene, bei denen man sich lebendig fühlen kann. Aber auch dort muss man vorsichtig sein, denn ein falsches Wort, und die Sicherheit wäre vorbei. Also musste sie immer aufpassen, immer auf der Hut sein, die Worte mit bedacht wählen. Doch diese Wenigen waren wenigstens oft der gleichen Meinung und von einer ähnlichen Art, deswegen war dies nie besonders schwer gewesen. Nur manchmal, da verlor sie sogar den Bezug zu ihnen… doch dies war zum Glück sehr selten.

Schnell bog sie auch um die letzte Ecke. Mit einer Handbewegung wollte sie nicht nur ihre langen, dunklen Haare aus dem Gesicht entfernen, die ihr aufgrund des Windes ständig vor der Nase herumflogen, sondern auch diese Gedanken. Sie waren unwichtig, zumindest in diesem Augenblick. Wenn sie heute Abend einsam in ihrem Bett liegen wird und die Gedanken und diese Leere auf sie eindrücken würde, hätte sie Zeit sich darum zu kümmern, wie sie es immer tat. Langsam kam der Treffpunkt in Sichtweite. Ihr Herz schlug ihr gegen den Brustkorb, als könnte es es nicht mehr erwarten in seiner Nähe zu sein…